Ein Stiller Denkraum
Sascha Lenze – freier Philosoph und Autor


Über mich
Ich bin 1985 in Bergisch Gladbach geboren und in Köln-Dellbrück aufgewachsen. Heute lebe ich in Straelen am Niederrhein, nahe der niederländischen Grenze. Ich habe zwei erwachsene Töchter.
Von Beruf bin ich Techniker. Ausbildung in der Feinwerkmechanik, danach Maschinenbau. Über zwanzig Jahre Vakuum- und Kryotechnik — unter anderem Leybold und Bruker, Anlagen nahe am absoluten Nullpunkt, Magnete der Art, wie sie auch an großen Beschleunigern arbeiten. Seit 2015 arbeite ich in der Prozesstechnik. Heute warte ich pharmazeutische Anlagen und pendle dafür täglich nach Holland.
Das meiste, was ich weiß, habe ich nicht zuerst in einem Hörsaal gelernt. Ich habe es in Werkstätten gelernt, in Nächten mit Büchern und an Stellen, die sich nicht wegdrücken ließen.
Mit drei Jahren starb meine kleine Schwester Nadine, sechs Monate alt. Aus diesem Nichtverstehen ist über lange Zeit eine Suche geworden. 2026 ist daraus ein Buch geworden: Vom Atem, vom Tod und vom Lebendigen. Die Ontologie, die darin steht, war nicht der Auftrag. Sie ist das, was übrigblieb, als die Frage einen Ort brauchte.
Seit 2008 schreibe ich. Zuerst kurze Texte, später systematischer. Neben dem Essay gibt es ein Nachschlagewerk, Von Pythagoras bis Sloterdijk, das aus der Quellenarbeit am ersten Buch entstanden ist, und ein englisches Paper zu dem, was ich Projekt Cosmos genannt habe. Die Website ist die Werkstatt dazu — nicht der Beweis, dass daraus eine Schule werden muss.
Ich studiere inzwischen Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Philosophie. Nicht um das Bisherige zu ersetzen. Um es prüfen zu lassen.
Deutsch, Englisch und Niederländisch spreche ich fließend, Russisch kommt nach.
Ich sitze, ich gehe, ich lese.
Eine Freundin hat mich in eine russisch-orthodoxe Gemeinde in Duisburg mitgenommen. Was ich dort gefunden habe, hat mit Stille zu tun, nicht mit Auftritt.
Wer mich nur über Texte kennt, sieht oft das große Dach. Wer mich trifft, sieht eher jemanden, der nach der Schicht aufräumt. Beides gehört zu mir. Das Dach darf man prüfen. Die Arbeit darunter auch.
Vom Mechaniker zum freien Philosophen – ein Weg geprägt von Neugier und Selbstreflexion.
Handwerklich geprägt, geistig frei.
Autodidaktisches Forschen und Schreiben im stillen Dialog mit der Welt.