Ein Stiller Denkraum
Gedichte und Poesie
Hier sammeln sich Texte, die anderswo keinen Platz finden. Gedichte, Splitter, Gedanken — geschrieben in Momenten, in denen das Schweigen nicht mehr reichte. Lies, was du brauchst. Lass den Rest stehen
PROJEKT COSMOS
Sascha Lenze
5/5/20262 min lesen


Gedichte und Poesie
Hier sammeln sich Texte, die anderswo keinen Platz finden. Gedichte, Splitter, Gedanken — geschrieben in Momenten, in denen das Schweigen nicht mehr reichte. Lies, was du brauchst. Lass den Rest stehen
Was für ein seltsamer Raum
Draußen ist es kalt, hier drinnen auch, doch ich friere nicht, denn du hallst mich warm.
Draußen habe ich Angst, hier drinnen auch, doch ich fürchte mich nicht, denn du gibst mir Schutz in deinem Arm.
Draußen ist es Dunkel hier drinnen auch, doch ich brauche kein Licht, es ist hell genug wenn du wie die Sonne strahlst.
Draußen spüre ich Wut hier drinnen auch, doch du zähmst mich gewaltlos, mit deiner beruhigenden Art.
Draußen bin ich alleine, hier drinnen auch, doch ich fürchte mich nicht den du bist ja da.
Du erfüllst diesen Raum mit Freude Vertrauen Liebe und Glück. Dafür danke ich dir, und so wächst dieser Raum jeden Tag ein kleines Stück.
Doch was war das einst für ein Raum? Voller Angst Hass Trauer und Schmerz.
Ein einsamer Ort, der jetzt Platz für uns beide hat.
Mein Herz
2008 – Bergisch Gladbach für Linda
Sascha Lenze
Mein allererstes Gedicht. Hier hat alles begonnen — die Wurzel meiner gesamten philosophischen Arbeit liegt in diesen Zeilen.
Das wahrhaft Glückliche ist für den Lebensverneiner ein Affront — denn es beweist, dass Freiheit wirklich ist.
Datum unbekannt – Straelen Sascha Lenze
Dich zu lieben war ein stiller Selbstmord
Du trugst die Klinge, doch mit jedem Kuss, mit jedem Festerhalten, versenkte ich sie tiefer in mein Herz — bis es in deiner Umarmung verlernte zu schlagen.
05/2026 – Freiberg am Neckar Sascha Lenze
„Es ist mein Gefängnis, und es ist meine Verbindung. Beide Worte gleichzeitig. Sonst stimmt es nicht."
2026 – Straelen Sascha Lenze
Eine Stelle aus dem Vorspann meines Buches Vom Atem, vom Tod und vom Lebendigen — Ein Ort, für den es keine Worte gibt. Geschrieben über den Regen, in dem meine kleine Schwester Nadine für mich anwesend bleibt — sie ist mit sechs Monaten gestorben, ich war drei. Hier steht die Doppel-Geste nackt, bevor sie philosophisch wird: zwei Worte, die sich widersprechen und trotzdem beide wahr sein müssen. Aus diesem einen Satz wächst die ganze spätere Architektur — Schwingung, Resonanz, das Sowohl-als-auch der Quaternitas Vivens.